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History______________________________________________________
«Up & Down» könnte auch eine Lebensbiografie in Kurzform sein: Rauf und runter. Die Lebens-Achterbahn liefert ja immer wieder Geschichten und Einsichten. Wer wie Bruno Dietrich mit der Musik lebt, schnitzt daraus irgendwann mal ein paar Songs.
Die meistens Songs der aktuellen CD sind irgendwo «on the road» entstanden. Bern kann manchmal etwas eng werden. Wenn das «up and down» des Lebens dann eine Luftveränderung verlangt, setzt sich Dietrich gerne in seinen Bus und geht nachprüfen, ob die Sonne ännet der Alpen nicht doch noch ein wenig mehr Wärme abgibt als an der Aare. Es ist eben etwas anderes, wenn einem der Fahrtwind die Haare verwirbelt, wenn der Wind mit Salzgeschmack vom Meer her kommt oder die Westwinde den Regen vom Jura heran tragen. Ja, so ein Häuschen auf vier Rädern, das noch Platz für einen Compi und eine Gitarre hat, ist gäbig.
Rhythm and Blues der klassischen Sorte - nicht die «Yo-Yo»-Beats des modernen RnB, sondern die Grooves der alten Schule - mit Melodien, die vertraut tönen und doch neu sind. Zwischendurch ein Klassiker aus der Feder von Marvin Gaye oder Rufus Thomas, eine Songwriter-Ballade oder eine musikalische Anspielung an die Berner Musikgeschichte.
Von Haus aus musikalisch vorbelastet - Vater Marc Dietrich und Götti Peter Reber sind zusammen zwei Drittel von «Peter, Sue und Marc» - legt Dietrich mit «Up & Down» seine erste Soloproduktion mit englischen
Songs vor.
Dietrich hat sich als begnadeter Sänger und Multiinstrumentalist in verschiedenen Formationen einen Namen gemacht. Er war Keyboarder, Drummer und Sänger der «Hillbillies from Outerspace» und sass mehrere Jahre bei «Jammin’» hinter den Trommeln. Unter eigenem Namen sind bereits zwei CDs erschienen. In jüngster Vergangenheit amtete er als musikalischer Gastgeber im Musik-Bistrot «Monbijou», wohin er tout Berne zum Zusammenspiel einlud.
Als Multiinstrumentalist (Gesang, Gitarre, Piano, Drums) hätte Bruno Dietrich das Ganze auch als Soloding durchziehen können. Doch viele seiner musikalischen Gäste der «Monbijou»-Jamsessions besuchten ihn auch im Studio. Mit Saiteninstrumenten kamen Mario Capitanio (Polo Hofer, Roots 66), Roland Sumi (Gigi Moto, Vera Kaa), Jean-Pierre von Dach (Gigi Moto) und Luc Balmer
(Holle). Für gesangliche Verstärkung sorgten Carin Lavey (weibl. Hauptstimme Les Miserables) und David Brühlmann (Little Big Men). Die Liveband wird ergänzt durch Pim Nieuwlands (Gigi Moto, Baschi etc.) und Drummer Muso Stamm (Marvin, Trummer, Tomazobi).
Jodok W. Kobelt
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